Evangelische Grundschule Göltzschtal
Evangelische Grundschule Göltzschtal

Konzept Migration

Die schulische Betreuung von Kindern ohne Deutschkenntnisse stellt für die Evangelische Grundschule Göltzschtal eine große integrationspolitische und pädagogische Aufgabe dar, der wir uns als christliche Einrichtung jedoch mit viel Engagement stellen.

Flüchtlingskinder werden bei uns von Beginn an in die Regelklassen integriert, da in dieser Altersstufe Kinder viel voneinander lernen und sich Dinge von anderen abschauen. Somit kommen sie in Kontakt mit gleichaltrigen Muttersprachlern und erfahren das Gefühl integriert zu sein und zu einer Gruppe zu gehören. Dies bildet die Grundlage für eine schnelle Sozialisation.

Jede Lehrkraft ist gleichzeitig auch Sprachlehrer, steht den Flüchtlingskindern also jeweils bei den fundamentalen Bereichen: mündlicher Sprachgebrauch, Lesen, Texterfassung, Rechtschreiben, Textproduktion und Erfassung sprachlicher Strukturen bei.

Daneben werden gemäß Stundentafel der Grundschule auch Mathematik, Sachunterricht, Sport, Religion, Englisch und der künstlerische Bereich unterrichtet. Somit sind also Lehrkräfte unterschiedlichster Fachrichtungen mit den Kindern konfrontiert, um eine Sonderung zu vermeiden. Dies bedeutet aber auch, dass die sprachliche Bildung der Schüler/innen im Sinne eines sprach- und kultursensiblen Fachunterrichts eine Aufgabe aller Lehrkräfte und Fächer ist. Begünstigend hierbei wirken unsere Freiarbeitsphasen und Lernzeiten anstelle des 45-Minutentaktes. Außerdem gibt es Pausen, in denen Zeit für Spannung und Entspannung, Spiel und Sport, fürs Lesen in der schuleigenen Bibliothek und für sonstige freiwillige Aktivitäten bleibt.

Eine Rhythmisierung, die die Schüler zum eigenständigen und aktiven Lernen herausfordert und ihnen auch die nötigen Freiräume eröffnet, um dies im individuellen Tempo und mit eigenen Akzenten zu tun.

Um die Zielvorstellungen zu gewährleisten, wird das Lehrerkollegium durch eine in „Deutsch als Zweitsprache“ spezialisierte Lehrkraft unterstützt, die phasenweise intensive Erstförderung in der Zielsprache Deutsch leisten kann. Dabei sind rund 12 Zeitstunden pro Woche vorgesehen. In denen kann mit den maximal sechs Kindern (1-2 pro Jahrgang) individuell gearbeitet werden. Für diese spezielle Förderung stehen sowohl die Räumlichkeiten als auch das pädagogische Personal des Hortes unterstützend zur Verfügung.

Die vollständige Integration in das Schulleben, auch der Eltern, gleichzeitig aber auch die Pflege der eigenen kulturellen und persönlichen Identität, fördern den Zusammenhalt. Zudem bestehen Möglichkeiten der Teilnahme an Nachmittagsangeboten durch die Schule oder außerschulische Partner. Regelmäßige Exkursionen in das Umfeld der Schule oder der Besuch kultureller Einrichtungen und Angebote, fördern das Kennenlernen regionaler Besonderheiten und die Orientierung im neuen Lebensraum. Zudem sollen Grundfähigkeiten und –fertigkeiten, sowie soziale Kompetenzen erlernt und eingeübt werden. Die Stärkung von Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung sollen die Lern- und Entwicklungsprozesse im emotionalen, sozialen und kognitiven Bereich der Kinder anregen, fördern und stabilisieren.

Für die Schulgemeinschaft führt die gelebte Integration zum Abbau von Hemmungen, sich anderen zu öffnen und ihre Kulturen als Identitätsgewinn zu sehen. Die natürliche Neugier von Kindern überwindet Grenzen.        

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Evangelische Grundschule Göltzschtal
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