Evangelische Grundschule Göltzschtal
Evangelische Grundschule Göltzschtal

Presse & Co.

Artikel aus der Freien Presse am 07.02.2018

Artikel Freie Presse 15.04.2016

Freie Presse 02.09.2015

Zwei Geburtstagskinder feiern am Wochenende gemeinsam

Die Schule in Reumtengrün ist 110 Jahre alt geworden, der Kindergarten besteht seit 60 Jahren. Ab Freitag steigt zum Jubiläum ein Fest.

Von Sylvia Dienel
erschienen am 02.09.2015

Reumtengrün. Für zwei Reumtengrüner Häuser mit Tradition steht am Wochenende das erste gemeinsame Fest vor der Tür: Im Kindergarten Waldwichtel werden seit 60 Jahren die jüngsten Reumtengrüner und Steppkes aus dem Umland betreut. Sein unmittelbarer Nachbar ist fast doppelt so alt: Die Schule empfing vor 110 Jahren die ersten ABC-Schützen. Zwei Jahre vor dem Auslaufen der kommunalen Trägerschaft zog dort 2010 die Evangelische Grundschule Göltzschtal ein. Dass sich beide Einrichtungen über die Jahrzehnte hinweg behaupten konnten, soll in der Auerbacher Ortschaft würdig gefeiert werden.

Kernstück der Veranstaltungen ist der Tag der offenen Tür am Samstag. Vier Stunden bekommen Interessenten Gelegenheit, sich umzuschauen, Fragen an Lehrer und Erzieher zu stellen und sich über die jeweiligen Angebote zu informieren. "Weil es ein Jubiläum ist, haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen", erzählt Schulleiter Matthias Flade und will nur so viel verraten: Es wird ein Klassenzimmer nach historischem Vorbild eingerichtet. Noch geheimer sind die Vorbereitungen der Drittklässler. Sie werden sich mit einem Kunstprojekt beteiligen. Kreativ veranlagte Gäste können den Werkraum testen und sich im Basteln ausprobieren.

Die Festveranstaltung am Freitagabend richtet die aktuell von 70 Mädchen und Jungen besuchte Evangelische Grundschule zusammen mit dem Ortschaftsrat aus. Auch darauf wird schon lange zugearbeitet: Die schuleigene Singgruppe und ihre Leiterin Simone Ditt-Baumgarten feilen jeden Mittwochnachmittag am Auftritt. Der Kindergarten wird zur Festveranstaltung von seiner Leiterin Ramona Kraus vertreten. Bei der Rede will man es belassen. "Für uns ist das einfach zu spät", erklärt sie. Dafür legt sich die Kita am Tag der offenen Tür richtig ins Zeug. Dort werden zwei Projekte in den Fokus gerückt, an denen die 31 Waldwichtel seit längerem teilnehmen: "Haus der kleinen Forscher" und "Zahlenland". Experimente machen den Besuch zu einem spannenden Erlebnis.

Eröffnet wird der Tag der offenen Tür mit zwei gemeinsamen Baumpflanzungen. "Das sollen Obstbäume sein, sodass wir auch ernten können", erklärt Ramona Kraus. Außerdem wird im Krippengarten Schatten benötigt. Das jeden Sommer gesetzte Sonnensegel reicht nicht aus. "Da ist nachmittags trotzdem volle Sonne drin."

Aus dem Programm: Freitag, 18 Uhr öffentliche Festveranstaltung in der Turnhalle; Samstag, 9 bis 13 Uhr Tag der offenen Tür in beiden Einrichtungen; Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst in der Kirche.

 

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Matthias Flade – Schulleiter

Evangelische Grundschule Göltzschtal

Foto: Joachim Thoß

Freie Presse 07.09.2015

Zwei Geburtstagskinder feiern mit dem ganzen Dorf

Am gemeinsamen Jubiläumswochenende vom Reumtengrüner Grundschule und Kindertagesstätte haben sich viele Familien informiert und zusammen vergnügt.

Von Sylvia Dienel
erschienen am 07.09.2015

In der seit 110 Jahren bestehenden Grundschule Reumtengrün war zum Tag der offenen Tür ein Klassenzimmer nach historischem Vorbild mit alten Schulmöbeln ausgestattet worden.

Foto: Helmut Schneider

Reumtengrün. Für zwei Reumtengrüner Häuser mit Tradition steht am Wochenende das erste gemeinsame Fest vor der Tür: Im Kindergarten Waldwichtel werden seit 60 Jahren die jüngsten Reumtengrüner und Steppkes aus dem Umland betreut. Sein unmittelbarer Nachbar ist fast doppelt so alt: Die Schule empfing vor 110 Jahren die ersten ABC-Schützen. Zwei Jahre vor dem Auslaufen der kommunalen Trägerschaft zog dort 2010 die Evangelische Grundschule Göltzschtal ein. Dass sich beide Einrichtungen über die Jahrzehnte hinweg behaupten konnten, soll in der Auerbacher Ortschaft würdig gefeiert werden.

Kernstück der Veranstaltungen ist der Tag der offenen Tür am Samstag. Vier Stunden bekommen Interessenten Gelegenheit, sich umzuschauen, Fragen an Lehrer und Erzieher zu stellen und sich über die jeweiligen Angebote zu informieren. "Weil es ein Jubiläum ist, haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen", erzählt Schulleiter Matthias Flade und will nur so viel verraten: Es wird ein Klassenzimmer nach historischem Vorbild eingerichtet. Noch geheimer sind die Vorbereitungen der Drittklässler. Sie werden sich mit einem Kunstprojekt beteiligen. Kreativ veranlagte Gäste können den Werkraum testen und sich im Basteln ausprobieren.

Die Festveranstaltung am Freitagabend richtet die aktuell von 70 Mädchen und Jungen besuchte Evangelische Grundschule zusammen mit dem Ortschaftsrat aus. Auch darauf wird schon lange zugearbeitet: Die schuleigene Singgruppe und ihre Leiterin Simone Ditt-Baumgarten feilen jeden Mittwochnachmittag am Auftritt. Der Kindergarten wird zur Festveranstaltung von seiner Leiterin Ramona Kraus vertreten. Bei der Rede will man es belassen. "Für uns ist das einfach zu spät", erklärt sie. Dafür legt sich die Kita am Tag der offenen Tür richtig ins Zeug. Dort werden zwei Projekte in den Fokus gerückt, an denen die 31 Waldwichtel seit längerem teilnehmen: "Haus der kleinen Forscher" und "Zahlenland". Experimente machen den Besuch zu einem spannenden Erlebnis.

Eröffnet wird der Tag der offenen Tür mit zwei gemeinsamen Baumpflanzungen. "Das sollen Obstbäume sein, sodass wir auch ernten können", erklärt Ramona Kraus. Außerdem wird im Krippengarten Schatten benötigt. Das jeden Sommer gesetzte Sonnensegel reicht nicht aus. "Da ist nachmittags trotzdem volle Sonne drin."

Aus dem Programm: Freitag, 18 Uhr öffentliche Festveranstaltung in der Turnhalle; Samstag, 9 bis 13 Uhr Tag der offenen Tür in beiden Einrichtungen; Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst in der Kirche.

 

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Der Sonntag 20.09.2010

Mut für steile Wege

Eltern und ein Extrem-Bergläufer bauen in Reumtengrün eine evangelische Schule auf

Die Schulklingel dringt durch die Tür des Klassenzimmers. Doch die zehn Erstklässler in dem hell strahlen Raum der ehrwürdigen Dorfschule von Reumtengrün bei Auerbach interessiert das nicht. Konzentriert durchforsten sie auf dem Fußboden eine Kiste mit alten Zeitungen nach Worten mit dem Buchstaben T. Haben sie eins gefunden, ist die Freude groß. Auf so spielerische Weise lernen die ersten Schüler der Evangelischen Schule Göltzschtal seit August das ABC.

Die Schulklingel der staatlichen Grundschule, die in den anderen drei Klassenzimmern zu Hause ist und in drei Jahren eingestellt werden soll, gilt nicht für die evangelische Klasse. »Wir wollen den Kindern Freiheiten und Zeit für eigenes Entdecken lassen«, sagt Schuldirektor Matthias Flade, der zugleich der einzige Lehrer der evangelischen Schule ist. Pausen macht er, wenn seine Schüler sie brauchen. »Wichtig ist doch, dass die Kinder Spaß an der Schule behalten.« Dem schmalen 31-Jährige mit dem bayerisch rollenden R jedenfalls scheint der Unterricht selbst viel Spaß zu machen. Pädagogisch geht er gern neue Wege.

In seinem übrigen Leben ist das nicht viel anders. Dann läuft er auf 1000 Meter hohe Berge – auf dem kürzesten Weg zum Gipfel, steiler geht´s nicht. Extrem-Berglauf nennt sich die Disziplin, in der Matthias Flade bei den Europameisterschaften in den letzten Jahren jeweils den neunten Platz erklomm. »Beim Laufen hat man den Kopf frei, da kommt man auf besondere Ideen – und man bekommt Mut, einmal etwas Neues zu probieren.«

Diesen Mut hatten auch sieben Eltern aus Auerbach und Umgebung im April 2009, als sie den Evangelischen Schulverein Göltzschtal gründeten. Fast ohne Geld, dafür mit viel Mühe und Zeit richteten sie das erste Klassenzimmer her. »Wir wollten, dass unsere Kinder nach ihrer Zeit im evangelischen Kindergarten Auerbach auch eine Schulen haben, in der sie mit ihren Stärken und Schwächen angenommen und gefördert werden«, sagt die Vereinsvorsitzende Sandra Bartsch. Die Eltern fanden viele Unterstützer: Die Schulstiftung der Landeskirche beriet sie, die vogtländische Sparkasse gab einen günstigen Kredit für die ersten drei Jahre ohne staatliche Finanzierung. »Wenn man das Ergebnis sieht, hat man das Gefühl, da ist wirklich Gott, der die Hand über uns hält und Wege ebnet«, sagt Solveig Speck, die zweite Vorsitzenden des Vereins.

Die Stadt Auerbach stellte die Räume der Schule im Ortsteil Reumtengrün gern zur Verfügung – auch weil man auf Ersatz hofft für die staatliche Grundschule, die das Kultusministerium schließen will. Die sächsische Regierung aber empfindet so etwas als Umgehung ihrer Schulnetz-Planung und will deshalb die Zuschüsse für alle freien Schulen drastisch kürzen. In Reumtengrün lernt man schon heute, mit wenig auszukommen. Solveig Speck wischt auf den neuen weißen Regalen im Klassenzimmer den Staub, kehrt den Boden und ist Sekretärin – alles ehrenamtlich, neben ihrer selbstständigen Arbeit. Dann blickt sie auf die Schüler der ersten Klasse. »Wenn man das sieht, bekommt man schon vom ersten Tag an ein Dankeschön.«

Andreas Roth

Freie Presse 08.11.2009

Konzept der geplanten Grundschule findet Zustimmung

Infoabend in Nicolaikirche zieht rund 120 Interessenten an - Nur noch wenige Plätze frei - Unterrichtsbeginn voraussichtlich 2010

 

Auerbach. Vom pädagogischen Konzept der geplanten Christlichen Grundschule Göltzschtal sind potenzielle Eltern begeistert. Das zeigte die gut besuchte Informationsveranstaltung am Freitagabend in Auerbach. Rund 120 Interessenten, darunter Pädagogen, Förderer, Kirchen- und Stadtvertreter, hatten den Weg in die Nicolaikirche gefunden und viele nutzten die Möglichkeit, ihre Sprösslinge anzumelden.

Der Evangelische Schulverein will die Bildungseinrichtung als Träger betreiben und in den ersten drei Jahren allein finanzieren. Es fallen monatlich 60 Euro Schulgeld und etwa 53 Euro für die Hortbetreuung an. Eröffnung ist voraussichtlich im kommenden Jahr. Bis dahin will der Verein mit der Sanierung des leer stehenden Gebäudes an der Falkensteiner Ferdinand-Lassalle-Straße fertig sein. Später soll eine Übernahme per Erbbaupachtvertrag erfolgen. "Wir denken, unsere Kinder werden sich dort wohlfühlen", ist Vereinschefin Sandra Bartsch überzeugt. Neben der angrenzenden Turnhalle kann der Hof der benachbarten Mittelschule mit genutzt werden.

Derzeit steckt der Verein in Verhandlungen mit künftigen Pädagogen. Eine Lehrerin, die gleichzeitig als Leiterin fungiert, und eine Hortnerin sind vorgesehen. Honorarkräfte werden den Unterricht in Sport, Englisch, Musik und Religion übernehmen. "Wegen der finanziellen Situation ist es nicht möglich, mehr als einen Lehrer pro Unterrichtsjahr einzustellen", erklärt Bartsch. Deshalb werde es auch jeweils nur eine Klasse mit maximal 24 Schülern geben. Da besteht offensichtlich ein erhöhter Informationsbedarf: Wer unterrichtet? Wie wird gelernt? Wie gestaltet sich der Übergang in die fünfte Klasse? Die Eltern hatten viele Fragen.

Eva Berger vom Vorstand der Evangelischen Schulstiftung der Landeskirche Sachsen sieht keinen Anlass zur Sorge und verweist auf Erfahrungen: "Die Lehrpläne sind die gleichen wie in staatlichen Schulen. Das Kind lernt nur anders." Wer unterrichtet, dass sei noch nicht klar. Es komme jedoch nur ein erfahrener Grundschullehrer mit evangelischem Profil in Frage - idealerweise mit Montessori-Ausbildung.

Das Konzept sieht neben normalem Unterricht auch übergreifendes Lernen vor. Nach Ende des Unterrichts (15 Uhr) kann bis 16.30 Uhr der Hort besucht werden. Zensuren gibt's ab der 2. Klasse. Die Religion nimmt einen hohen Stellenwert ein. So gibt es einen täglichen Morgenkreis. Offen sei die Ganztagsschule für alle Kinder. "Es muss aber die evangelische Ausrichtung akzeptiert werden."

Service:

Anmeldungen sind bis 20. November per Telefon 03744 183399 oder per Post an den Evangelischen Schulverein Auerbach, Neue Heimat 3, in 08209 Auerbach möglich.


Von Sylvia Dienel

Erschienen am 08.11.2009

Freie Presse 03.11.2009

Unterricht an Montessori-Konzept angelehnt

An der neuen Christlichen Schule Falkenstein soll es ab Klasse drei Zensuren geben - Englisch und Religion von Anfang an Pflichtfach

 

Auerbach/Falkenstein. An das Leitbild der Montessori-Schulen soll das Konzept angelehnt sein, nach dem ab nächstem Schuljahr an der neuen Christlichen Grundschule in Falkenstein unterrichtet wird, sagt Sandra Bartsch, Vorsitzende des Betreibers Evangelischer Schulverein Auerbach.

So soll es Zensuren geben, aber voraussichtlich "erst ab der dritten Klasse, um den Kindern den Übergang zu Mittelschule oder Gymnasium zu erleichtern", erklärt die Vereinsvorsitzende. Keine Wahl wird es zwischen Ethik und Religion geben. Letzteres wird Pflichtfach. Englisch soll bereits ab der ersten Klasse unterrichtet werden.

Der Aufbau der Schule in der ehemaligen Grundschule Falkenstein bringt eine Besonderheit mit sich: "Es gibt eine Möglichkeit, dass für die Kinder dort Essen gekocht wird", sagt Bartsch. Günstig sei laut Stadtsprecher Sören Voigt die Nähe zu Turnhalle und Sportplatz, wo Sport getrieben werden kann. Da die neue Bildungsstätte als Ganztagsschule eingerichtet werden soll, wird es für die Knirpse Möglichkeiten zum Schlafen geben. Außerdem strebt der Verein Angebote wie Töpferwerkstatt und Yogakurse an.

Fragen zum neuen Gebäude und zum Schulkonzept können Eltern am Freitag bei einer Informationsveranstaltung in der Auerbacher Nicolaikirche stellen. Rede und Antwort steht dort Eva Berger.

Sie ist bei der Schulstiftung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen in Moritzburg verantwortlich für die pädagogische Beratung und Unterstützung bei der Gründung solch freier Schulen. Bei der Veranstaltung werden Formulare ausliegen, bei denen Eltern ihre Kinder für die Schule anmelden können. Sandra Bartsch macht darauf aufmerksam, dass die Kinder auch noch bei staatlichen Schulen eingeschrieben werden müssen. "Bei der Einschreibung sollte ein Vermerk stehen, dass die Kinder die neue Schule in Falkenstein besuchen sollen."

Da der Verein die Schule in den ersten drei Jahren ihres Bestehens allein finanzieren muss, ist er auf Spenden und das Schulgeld der Eltern angewiesen. Das beträgt 60 Euro pro Kind im Monat. Wer das Ganztagesangebot nutzen will, muss außerdem den entsprechenden Hortbeitrag bezahlen.

Service

Die Informationsveranstaltung zur neuen Schule findet am Freitag in der Nicolaikirche Auerbach statt. Beginn: 19.30 Uhr.


Von Lutz Hergert

Erschienen am 03.11.2009

Freie Presse 29.06.2009

Verein will neue Schule gründen

Auerbacher erstellen Konzept für erste freie Schule im Göltzschtal - Stadt steht Plänen offen gegenüber

 

Auerbach. Eine Grundschule will der vor kurzem gegründete Evangelische Schulverein Auerbach aus der Taufe heben. Das Konzept dafür steht. Ab wann es die erste freie Schule im Göltzschtal geben wird, konnte die erste Vereinsvorsitzende Sandra Bartsch nicht sagen.

"Wir wollen uns sobald wie möglich mit der Stadt unterhalten, um unsere Vorstellungen vorzutragen", sagt Bartsch. Laut Amtsleiter Knut Kirsten kann der derzeit aus sieben Mitgliedern bestehende Verein damit rechnen, dass "die Stadt dem Ansinnen offen gegenüber steht". Er sieht im Ansiedeln der Bildungsstätte "eine Bereicherung für die Schulstadt Auerbach".

Positiv wird das Vorhaben auch von der Schulstiftung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen in Moritzburg gesehen, so Eva Berger, als Vorstand der Stiftung verantwortlich für pädagogische Beratung und Unterstützung. Dort wurde das von den Auerbachern vorgelegte Konzept "grundsätzlich für gut befunden". Berger ist der Meinung, dass "vom Ansatz her immer eine Chance auf das Einrichten einer evangelischen Schule besteht, wenn die Nachfrage da ist". Die kann Sandra Bartsch bestätigen. Seit einer Meldung in der "Freien Presse" über die Gründung des Vereins hat sie viele Anrufe von an einer Mitarbeit interessierten Eltern bekommen. "Wir wollen aber erst neue Mitglieder aufnehmen, wenn wir mit der Stadt gesprochen haben." Die Voraussetzung dafür sei mit dem Bestätigen des Konzeptes durch die Moritzburger Stiftung geschaffen worden. Bartsch hofft jetzt, dass sie bis Ende Juli mit Oberbürgermeister Manfred Deckert und Knut Kirsten ins Gespräch kommt.

Am Ende entscheidet die sächsische Bildungsagentur, früher Regionalschulamt, über die Zulassung einer neuen Schule. In den ersten drei Jahren muss der Verein die Bildungsstätte laut Bartsch selbst tragen. "Danach wird sie vom Freistaat Sachsen anerkannt und bekommt eine Sach- und Personalkostenunterstützung", sagt Eva Berger. Die beträgt bis zu 90 Prozent der Summe, die Sachsen pro Schüler an staatliche Schulen überweist.

Hervorgegangen ist der Schulverein aus Eltern, die ihre Kinder im evangelischen Kindergarten Auerbach betreuen lassen. "Wir wollen, dass die Erziehung im evangelischem Grundgedanken und nach einem christlichen Menschenbild nach dem Kindergarten weitergeht", erklärt die Vereinsvorsitzende. Das Schulkonzept hat der Verein selbst erarbeitet. Es sei teilweise an das der Montessorischulen angelehnt. Im Gegensatz dazu soll es aber Zensuren geben. Der Grundgedanke der Montessoripädagogik kann mit dem Motto "Hilf mir, es selbst zu tun" beschrieben werden. Montessori-Grundschulen gibt es in Limbach und Plauen. Mit Vertretern beider Bildungsstätten hatte der Verein gesprochen.


Von Lutz Hergert

Erschienen am 29.06.2009

Freie Presse 16.04.2009

Montag fällt Entscheidung zur Grundschule

Demo für Erhalt am Montag vor dem Stadtrat - Kultusministerium sieht für neue erste Klasse in Reumtengrün "kein öffentliches Bedürfnis"

 

Auerbach. Die Entscheidung zur Zukunft der Grundschule Reumten-grün fällt am Montag im Auerbacher Stadtrat. Bevor die Räte ab 17 Uhr beraten, wollen vorm Rathaus Bürger für den Erhalt der Schule demonstrieren. Aufgerufen dazu haben der Schulförderverein und Die Linke.

In einem Schreiben vom sächsischen Kultusministerium an die Stadt vom 9. April heißt es, dass sich für die Klasse eins weniger Schüler angemeldet haben, als die 15, die laut Gesetz dafür nötig sind. Das Ministerium sieht keinen Grund für das Bewilligen der von Auerbach beantragten Ausnahmegenehmigung zum Einschulen einer Klasse: "Das öffentliche Bedürfnis für die Einrichtung einer Klassenstufe 1 ist nicht gegeben". Dem widerspricht Andrea Roth, die aus dem Vogtland für Die Linke im sächsischen Landtag sitzt. Ihr habe Kultusminister Roland Wöller im Dezember bestätigt, dass 15 Anmeldungen vorliegen.

Hin und Her gemeldet

Für den Zahlensalat gibt es mehrere Ursachen. So wurde im Herbst ein Schüler aus dem Falkensteiner Ortsteil Dorfstadt in Reumtengrün angemeldet. "Das hätten wir nicht annehmen dürfen, weil Dorfstadt nicht zum Reumtengrüner Schulsprengel gehört", so Auerbachs Schulamtsleiter Knut Kirsten. Da die Familie ihren Wohnsitz später nach Auerbach verlegt hat, käme man auf 15. Aber das Zahlenspiel geht weiter: Für zwei der 15 Schüler wurden Ausnahmeanträge für andere Grundschulen gestellt. Dort lernen deren Geschwister. Solche Anträge werden laut Kirsten meist genehmigt. Bleiben 13 übrig. Die Lücke gleicht selbst der Antrag für ein Kind nicht aus, das aus einem anderen Schulbezirk angemeldet wurde. Denn da auch Reumtengrüner Kinder für die Schule des evangelischen Schulvereins angemeldet wurden, sinkt die Zahl weiter.

Soweit die Statistik. Die Emotionen vermittelt das Flugblatt "Rettet die Grundschule Reumtengrün als staatliche Schule!" Das ist der "Hilferuf an alle Eltern und Bürger der Ortschaften Reumtengrün und Rebesgrün, der Stadt Auerbach und angrenzenden Gemeinden", den der Schulförderverein derzeit verteilt.

"Die Aussagen des Ortschaftsrates Reumtengrün, wonach unsere Schule der Trägerschaft des evangelischen Schulvereins unterstellt werden soll, hat für neue starke Verunsicherung unter den Eltern geführt", sagt Fördervereinsvorsitzende Daniela Pohr. Der Rat hatte am Montag den möglichen Einzug der christlichen Schule begrüßt, weil es keine andere Chance zum Erhalt der Bildungsstätte gebe. Deshalb favorisiert auch die Stadt den Weg, so Oberbürgermeister Manfred Deckert (parteilos).

Für den Schulförderverein wäre der Einzug einer freien Schule laut Daniela Pohr nur zweite Wahl: "Nicht alle Eltern können es sich leisten, das bei freien Schulen fällige Schulgeld aufzubringen. Einige Eltern können sich auch nicht mit dem Konzept einer christlichen Schule anfreunden." Sie pocht auf die 15 Anmeldungen, die ihr vom Leiter der Regionalstelle Zwickau der Bildungsagentur Sachsen, Walter Kämpfer, bestätigt worden sei.

Zweimal Ja, einmal Nein

Die SPD-Stadtratsfraktion will dem Vorschlag der Stadt zustimmen, der das Ausgleiten der Reumtengrüner Schule vorsieht. "Es ist schade. Aber als Kommunalpolitiker müssen wir uns der Realität stellen. Wir wollen keine falschen Hoffnungen wecken", so Fraktionschef Thomas Wündsch. Er bedauert, dass es bei der Debatte persönliche Angriffen gab. Auch die CDU will mehrheitlich für das Aus votieren. "Wir unterstützen die Bemühungen des Evangelischen Schulvereins zum Einrichten einer christlichen Grundschule Reumtengrün", sagt Fraktionschef Hendrik Kirchhoff. Das sei die letzte Chance, die Schule zu erhalten. Unverständlich ist der CDU, dass sich Die Linke aufgrund der lange feststehenden Fakten am Aufruf zur Demonstration beteiligt und zum Thema "Reumtengrün nur Sackgassenvorschläge zu bieten hat".

Die Linke stimmt laut Fraktionschef Volker Mieth gegen den Vorschlag der Stadt. "Uns liegen namentlich die 15 Anmeldungen für Reumtengrün vor. Deshalb wollen wir den Antrag stellen, dass die Stadt eine Stellungnahme für Dresden schreibt, wonach die Bedingungen für das Einschulen einer Klasse 1 erfüllt sind."


Von Heike Mann und Lutz Hergert

Erschienen am 16.04.2010

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